«Müssen Reaktion zeigen»

Die 3:5-Niederlage gegen Taminatal schmeckte Gams-Trainer Zoran Zdravkovski überhaupt nicht. Im Auswärtsspiel bei Buchs II erwartet er von seinem Team eine Reaktion und drei Punkte.

Es geht zwar «nur» gegen die zweite Mannschaft aus Buchs. Doch punkto Einstellung muss die erste Mannschaft des FC Gams so auftreten, wie wenn man gegen den 2.-Liga-Leader spielen würde. «Es gibt keine einfachen Spiele», sagt Trainer Zoran Zdravkovski sinngemäss. Für Gams, so führt er weiter aus, sei jede Partie eine neue Herausforderung und der nächste Gegner eine ernst zu nehmende Hürde. Denn der FC Buchs II hat in beiden Derbys (0:0 gegen Trübbach, 2:2 gegen Haag) gezeigt, dass man keine Nachbarschaftsgeschenke macht.


Vorteil des Auswärtsspiels

Auf diese wollen die Gamser aber gar nicht angewiesen sein. Drei Punkte sind das klar formulierte Ziel. Und nicht nur das. Zdravkovski erwartet von seiner Crew «eine spielerische Steigerung». Zudem habe man noch etwas gutzumachen. Die 3:5-Niederlage – notabene nach einer 3:0-Führung – liegt dem Trainer immer noch im Magen.

«Wir müssen eine Reaktion zeigen nach der letzten Niederlage. Jetzt gehen wir nach Buchs, um drei Punkte zu holen.» Doch aufgepasst: Auch die Buchser haben ihr letztes Meisterschaftsspiel verloren (1:4 auswärts bei Montlingen II) und sind auf Wiedergutmachung aus.

Ein Vorteil für den FC Gams ist, dass man auswärts spielt. «Ich weiss nicht, warum wir auswärts mehr Punkte holen als zu Hause. Es ist unerklärlich», meint Trainer Zdravkovski. Die Heimblockade wird eine der zahlreichen Aufgaben sein, die er noch zu lösen hat. Doch er bleibt positiv gestimmt und sieht im 3:5 gegen Taminatal auch etwas Gutes: «Wir haben etwas vom Gegner gelernt: nach einem 0:3 nicht aufzugeben.»


Als Team auftreten

Den Fokus aufs Positive zu lenken – dies fehlte zuletzt in der ersten Mannschaft des FC Gams. Eine Krisensitzung vor dem Dienstagstraining wurde nötig. Einen Punkt streicht Zoran Zdravkovski besonders heraus: «Die Spieler haben sich auf dem Feld zu wenig unterstützt. Wenn jemand einen Fehler macht, darf dieser nicht angegriffen werden. Denn jeder macht Fehler.» Vielmehr ist es sein Wunsch, dass auf dem Spielfeld untereinander vermehrt positiv eingewirkt wird. Dazu gehört auch die gegenseitige spielerische Unterstützung. «Mehr Kampfgeist, es müssen alle mitmachen», führt der Gamser Übungsleiter aus. «Wenn wir als Team auftreten, habe ich keine Angst.»

Die Achillesferse ist die Defensivabteilung. «Wir kassieren unnötig viele Gegentore», hadert Zdravkovski und gibt zu: «Wir brauchen sicher Verstärkung in der Abwehr.» Vorerst gibt es aber nur kleine Änderungen. Man behält das System bei, die einzelnen Positionen werden anders besetzt, die Aufgaben auf dem Spielfeld anders verteilt. Und wenn alles nichts hilft, muss die Gamser Stärke zuschlagen: die Offensive. «Ein Tor mehr schiessen als der Gegner», heisst das Motto. Obwohl jedem Trainer ein 1:0 besser gefällt als ein 4:3 – Zoran Zdravkovski ist’s derzeit egal, mit welchem Resultat drei Punkte eingefahren werden.

Quelle W&O, ROBERT KUCERA

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